Restaurierungsatelier Faust

Polimentvergoldung (“Glanzvergoldung”):Sichtbarer Unterschied zwischen Polimentvergoldung (links) und Ölvergoldung (rechts)

Einer Polimentvergoldung geht ein „üblicher“ Fassungsaufbau voraus. Auf die oberste Kreidegrundschicht werden mehrere Schichten von sogenanntem Poliment aufgetragen. Hierbei handelt es sich um feinste Farberde (sog. Bolus), die in tierischem Leim oder mit Eiweiß gebunden wird und nach Auftrocknen sehr gut zu polieren ist. Nach mehreren Schichten wird auf das Poliment das gewünschte Blattmetall (Gold, Silber, Kupfer, Messing, etc.) „angeschossen“. Das heißt, das Poliment wird durch ein aufgetragenes Netzmittel leicht aufgeweicht und klebrig gemacht und anschließend wird das hauchdünne Metallblatt mit einem speziellen Pinsel („Anschießer“) auf das feuchte Poliment aufgelegt. In einem bestimmten Trocknungsstadium wird dann die Metalloberfläche mit einem Achat unter Druck auf Hochglanz poliert, bis die, für die Polimentvergoldung typische, metallisch spiegelnde Oberfläche entsteht.

 

 

 

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© 2018 Claus Rüdiger Faust, staatlich geprüfter Restaurator für Möbel und Holzobjekte, Restaurierungsatelier Faust 39279 Zeppernick
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