Restaurierungsatelier Faust

Bemalte Fußböden:Bemalter Fußboden, um 1830-60

Da Parkettböden schon immer teurer waren, als einfache Dielenböden, wurden des Öfteren Parkettböden oder intarsierte Böden durch verschiedene Mittel imitiert. Eine Möglichkeit, die seit dem späten 18. Jahrhundert Verwendung fand, war das Aufkleben von Bodentapeten. Diese wurden anschließend mit einem glänzenden Lack überfangen, so dass ein auf den ersten Blick nicht von einem Parkett zu unterscheidender Bodenbelag erzielt wurde (z.B. in Schloss Nymphenburg/ München ist eine bedruckte Bodentapete im ehemaligen Kavalierstrakt erhalten).
Häufiger jedoch wurden Parkettböden durch Bemalung oder Maserierung (Imitation von Holzstrukturen) vorgetäuscht. Fußbodenbemalungen waren vor allem in der Zeit des Klassizismus (ab ca. 1780-1800) bis in die Zeit um 1900 sehr beliebt und wurden auch häufig ausgeführt. Leider haben sich derlei bemalte Böden nur äußerst selten erhalten, da sie bei häufiger Benutzung schon nach einigen Jahren durch das Belaufen unansehnlich geworden waren.
Im Foto zu sehen ein bemalter Dielenfußboden um 1830-60 mit teils starken Abnützungsspuren.

 

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© 2018 Claus Rüdiger Faust, staatlich geprüfter Restaurator für Möbel und Holzobjekte, Restaurierungsatelier Faust 39279 Zeppernick
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